Der Schlüssel zur ersten Immobilie

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Die Anschaffung der ersten Immobilie sollte von einem Experten begleitet werden – damit die Freude groß bleibt.

Cornelia Hofmeister, Geschäftsführerin der Hofmeister Finanz & Immobilien GmbH, ist Ausschussmitglied in der Fachgruppe der Immobilientreuhänder der Wirtschaftskammer Tirol und betreut in ihrem Unternehmen zahlreiche Projekte rund um Immobilien im In- und Ausland. Ihr erstes Investment war der Bau eines Fertigteilhauses in Holzriegelbauweise auf leistbaren Grund außerhalb von Tirol, nach vielen Jahren in Miete und dem Verkauf des Hauses, erwarb sie eine eigene Immobilie in Innsbruck.

Sehr geehrte Frau Hofmeister, warum erachten viele Menschen eine Immobilie als Geldanlage als besonders wertvoll?

Um die Frage richtig beantworten zu können, sollten wir zwischen einem privaten Immobilienerwerb und einem Erwerb als Anleger differenzieren. Der Private stellt nicht den wirtschaftlichen Ertrag in den Vordergrund, sondern möchte sich den Traum der eigenen vier Wände erfüllen. Warum? Wohnen ist ein teures Gut, ganz besonders in Tirol. Wohnraum ist werterhaltend, wertsteigernd und sicher. In Hinblick auf die steigenden Mieten ist eine eigene Immobilie zu besitzen ein wertvolles Gut. Als Mieter drohen viele kaum berechenbare Unsicherheiten, wie zum Beispiel die Wertsicherungsklausen in den Mietverträgen, die Befristung, die Einkommenskurve im Vergleich zu den Mieten, Eigenbedarf des Vermieters und vieles mehr. Weitere Argumente für Eigentum sind aktuell: die Sorge um das Kapital, die steigende Inflation, die Einlagensicherung bei den Banken bis begrenzte 100.000 Euro. und die Erbengeneration, die das Vermögen der Eltern, Großeltern erben. Beim Anleger zählt die Immobilie als wertgesichertes Einkommen!

Welche Unterschiede bedenken Sie beim Erwerb einer Wohnung, in der ich selbst leben möchte, und dem Immobilienkauf zur Wertanlage?

Der Private erwirbt die Immobilie nach seinen Bedürfnissen, das heißt nach Lage, Platzbedarf und auch Prestige. Der Anleger kauft eher kleinere Einheiten, da der Mietertrag im Vergleich zum Kaufpreis bei kleineren Einheiten bis zu 60 Quadratmetern rentabler ist. Zudem ist das Mietausfallsrisiko besser kalkulierbar. Die Wiedervermietung geht rascher und die Zielgruppe sind Singles und Ehepaare.

Gibt es eine kleine Faustregel, wieviel Eigenkapital für den Erwerb der ersten Immobilie notwendig ist?

Diesbezüglich gibt es ein Reglement von Seiten der Nationalbank: Kaufpreis plus Nebenkosten, das sind meist zehn Prozent, von dieser Summe sind 20 bis 30 Prozent Eigenkapital empfehlenswert, eine Laufzeit bis maximal 35 Jahre und die Kreditrate darf 40 Prozent des Haushaltseinkommens nicht übersteigen.

Wie geht ein Erstkäufer am besten vor? Beginnt man mit dem Budget oder dem Zielobjekt bei der Planung? 

Wir empfehlen unseren Kunden eine Vorweggenehmigung bei einer Bank beziehungsweise über einen Finanzdienstleister einzuholen, denn für interessante Objekte gibt es stets mehrere Interessenten. Jene ohne vorhandener Finanzierungszusage kommen in der Regel nicht zum Zug, da Interesssenten mit ausreichend Eigenkapital oder bereits vorliegender Finanzierungszusage den Kauf bei der Besichtigung bereits zusichern können, andere aber erst nach der Besichtigung eine Entscheidung von Seiten der Bank einholen müssen – da ist die Immobilie aber leider meist schon verkauft.

Ist es auch möglich, im Ausland als Anfänger Immobilien als Urlaubsdomizil zu erwerben?

Ja, als Anfänger würde ich beim Kauf einer Immobilie im Ausland einen Immobilienexperten zu Rate ziehen: Es gibt Unterschiede bei Grundbuch, Gesetzen, Steuern und Baustandards. Oft gibt es keine Reparaturrücklagen, wie wir es in Österreich als selbstverständlich erachten. Es gilt ein anderes Immobilienrecht, das bei der Kaufabwicklung berücksichtigt werden muss. Außerdem werden Wohnnutzflächen anders dargestellt.

Geht die Tendenz zum Neubau oder bereits länger bestehenden Immobilien? 

Bei sinkendem Neubau-Angebot gehen die Investments nolens volens in alle Immobilienangebote, egal ob neu oder gebraucht. Beim Kauf gebrauchter Immobilien, die privat angeboten werden, sollte ein Immobilienexperte zu Rate gezogen werden. Der Experte bedient sich bei der Bewertung einer Immobilie nicht nur seiner Marktkenntnisse, sondern auch umfangreicher Recherchen, um alle wertrelevanten Umstände zu erheben. Dies bedeutet natürlich für den Käufer eine hohe Sicherheit, alle wichtigen Informationen zu dieser Immobilie zu erhalten. Dies ist ein wesentlicher Vorteil, da private Anbieter negative Dinge nicht immer preisgeben und man möglicherweise sprichwörtlich die „Katze im Sack“ kauft.

KOSTENLOSE BERATUNG FÜR DEN RICHTIGEN WEG ZU IHRER PERSÖNLICHEN TRAUMIMMOBILIE!

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